Michael Goldmann - Goldmann in Berlin



13.01.2010

Da beißt sich die Katze in den Schwanz in Sachen Alkoholprävention

zum Herunterladen: PM100113_Alkoholsteuer.pdf (23,19 KB)

BERLIN. Anlässlich der Forderung von Wissenschaftlern nach höheren Steuern auf Bier, Wein und Schnaps erklärt der Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hans-Michael Goldmann:

Die Problematik des erhöhten Alkoholkonsums in Deutschland, gerade auch bei den Jugendlichen, war und ist selten präsenter gewesen als in der jetzigen Zeit. Dies wurde sicherlich auch verstärkt durch jugendliche Komatrinker in den vergangenen zwei Jahren.

Das etwas passieren muss in der Thematik des Alkoholkonsums steht völlig außer Frage, aber mit der Forderung nach einer Steuererhöhung auf alkoholische Getränke und einem damit verbundenen Konsumdiktat ist absolut Niemandem geholfen.

Eine Steuererhöhung würde nicht dazu führen, dass betroffene Personengruppen weniger konsumieren, es würde sich lediglich das Konsumverhalten insofern ändern, dass günstigere Produkte gekauft werden würden. Damit wäre dann wohl weder den Verbrauchern noch Vater Staat geholfen, um Löcher in den öffentlichen Haushalten zu stopfen.

Fest steht, dass es in diesem Kontext nicht sein kann, dass Steuererhöhungen die einzige Forderung im Kampf gegen erhöhten Alkoholkonsum sind, denn dadurch können wir kaum das Konsumverhalten unserer Kinder, Jugendlichen und auch Erwachsenen ändern.

Es muss als einzig effektive Maßnahme viel mehr in die Aufklärung und Bildung in diesem Bereich gesteckt werden. Es muss in das Bewusstsein unserer Verbraucher vordringen, welchen Schaden Alkohol in hohen Mengen verursachen kann, es muss aber auch bewusst gemacht werden, was unter angemessenem Alkoholkonsum zu verstehen ist.

Kein Experte spricht sich gegen ein gelegentliches Glas Wein aus, nur auch hier muss immer wieder die Devise lauten, die Menge macht es.

Wir müssen natürlich an die Alkoholproduzenten herantreten, aber wir müssen auch von der „Schwarzer-Peter-Mentalität“ wegkommen, denn viele Alkoholproduzenten sind schon seit längerem damit beschäftigt, sich auf nachhaltige Projekte zu konzentrieren.
Ein positives und sehr sensibilisierendes Projekt ist „Don`t drink and drive“! Genau von dieser Art der Aufklärung brauchen wir mehr!



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