von links: Archimandrit Emmanuel (Sfiatkos), Metroplit Augoustinos (Lambardakis)
Am 19. Juni 2009 empfing ich den Vorsitzenden der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland (KOKID) Herrn Metropoliten D.h.c Augoustinos (Lambardakis) zu einem Meinungsaustausch, begleitet vom Beauftragten der Griechisch-orthodoxen Metropolie am Sitz des Bundestages und der Bundesregierung Archimandrit Emmanuel (Sfiatkos). Dieses offizielle Treffen war das erste zwischen einem Vertreter der FDP-Bundestagsfraktion und dem ranghöchsten Repräsentanten der Orthodoxen Kirche in Deutschland. Die orthodoxen Christen unterschiedlicher nationaler Traditionen (Griechen, Russen, Serben, Rumänen, Bulgaren, etc) stellen mit ca. 1,2 Millionen Angehörigen die drittgrößte christliche Kirche in Deutschland dar. Besonders thematisiert wurden die interreligiösen Kontakte und der ökumenische Dialog, an dem sich die Orthodoxen aktiv beteiligen. Der Gast, der Exarch des Ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel für Deutschland und Zentraleuropa ist, bekannte sich zu der dringenden Notwendigkeit des Gesprächs der Religionen auf gleicher Augenhöhe und des friedlichen Miteinanders. Ich betonte die Offenheit der Liberalen für die Werte des Christentums, wie die Nächstenliebe als Motivation für politisches und gesellschaftliches Engagement sowie das Interesse der FDP an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Religionsgemeinschaften bei Gewährleistung ihrer Eigenständigkeit. Diese Prinzipien sind in dem Beschluss des Bundesvorstandes "Liberale Leitlinien zum Verhältnis von Staat, Kirchen und Religionsgemeinschaften" verankert und sind ein Bestandteil des modernen liberalen Gedankenguts.
Beide Seiten äußerten den Wunsch nach einer Intensivierung der Kontakte und des Informationsaustauschs zwischen der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag und der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland.