Michael Goldmann

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Dienstag, 22. Mai 2012

09.05.2011

Einzelhandelsgutachten ist korrekturbedürftig

zum Herunterladen: 110509_PM_Einzelhandelsgutachten.pdf (15,83 KB)

ASCHENDORF. Anlässlich der Ortsratssitzung in Aschendorf erklärt der Ortsbürgermeister Hans-Michael GOLDMANN:

Die Ergebnisse des von der Stadt in Auftrag gegebenen Einzelhandelsgutachtens für die Gesamtstadt Papenburg sind korrekturbedürftig. Einzig richtig ist das Zentrenkonzept, welches eine Stärkung der Einzelhandelsbereiche am Untenende und am Obenende vorsieht und diese durch Abwehrmaßnahmen gegenüber großflächigen Neuansiedlungen außerhalb der Zentrenbereiche stärkt. Die einzelhandelsrelevante Sortimentsliste, mit Richtlinienwirkung, als Gesetzescharakter, ist für Papenburg ungeeignet. Wir dürfen nicht vorschreiben, was ein Einzelhändler in seinem Geschäft verkaufen darf. Deshalb lehne ich die Sortimentsliste ab.

In Aschendorf stellt sich die Situation des Einkaufs abweichend von der am Oben- bzw. Untenende dar. Der Regeleinkauf für nah und fern findet vorrangig nicht in der Großen Straße statt, sondern am Standort Rheder Straße, durch einen Hochleistungsfachmarkt und durch großflächigen zentren- und nahversorgungsrelevanten Einzelhandel. Diese Tatsache wird seitens der Verwaltung und dem Gutachter ignoriert.

Höchst erfreulich ist, dass es in Aschendorfs Großer Straße sehr gute Fachgeschäfte gibt. Dieser Bereich muss in seiner vielfältigen Funktionsmischung Handel, Dienstleistung, Gastronomie, Wohnen und Kultur gestärkt werden. Aber auch der Einkaufsbereich Rheder Straße muss die Chance zur Weiterentwicklung bekommen. Auf beide Herausforderungen gibt das Gutachten keine Antworten.

Ich will weder die „Große Straße tot machen“, wie Kollege Bechtluft glaubte, noch die Große Straße zugunsten weiterer Einzelhandelsflächen an der Rheder Straße opfern, wie Frau Pech von der Firma CIMA warnt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Ich will die Innenstadt und ganz speziell die Große Straße in Verbindung mit dem Alten Marktplatz und dem Kirchplatz zum Einkaufs-. Begegnungs-, Erlebnisraum, kurz zum Lebensraum machen. Das derzeitige Verkehrsaufkommen steht einer solchen Perspektive total entgegen. Der Durchgangsverkehr muss raus! Die Große Straße, der Alte Marktplatz, aber auch die Kolpingstraße sind als verkehrsberuhigter Bereich auszuschildern. Nicht als Spielstraße, wie ich verfälschend gesagt habe, sondern zu einer menschenfreundlichen Stadtmitte in Aschendorf. Alles was unsere Bürger in die Stadtmitte ziehen kann, wie z. B. Möglichkeiten zur Jugendbegegnung, die Nebenstelle der Verwaltung oder auch ein Polizeistützpunkt, muss auch mit städtischer Unterstützung angesiedelt werden.


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