18.04.2011
Traditionsreiches Termingeschäft nicht durch Spekulationshysterie zerstören
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BERLIN. Anlässlich der Debatte um die Auswirkungen der agrarischen Rohstoffspekulation auf die Welternährungssituation erklärt der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hans-Michael GOLDMANN:Der Handel mit agrarischen Rohstoffkontrakten greift auf eine lange Tradition zurück, die im Antiken Griechenland verwurzelt ist. Der Vorverkauf der Ernte dient dabei der Preissicherung.
Die derzeitig steigenden Nahrungsmittelpreise resultieren aus einer ansteigenden Nachfrage und sind für die Bauern als positiv zu bewerten. Spekulationen sollten in diesem Zusammenhang nicht überbewertet werden, da sich der Kontrakthandel an Warenterminbörsen bereits jetzt durch standardisierte Verträge und eine Clearingstelle auszeichnet. Es darf nicht sein, dass Landwirte in dieser Diskussion die Leidtragenden sind, deshalb sind weitere Preis- und Mengenregulierung nicht sinnvoll.
Die regelrechte Spekulationshysterie macht ein tradiertes Finanzinstrument zum Sündenbock und ignoriert die Erkenntnisse der Sachverständigen und der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner. Denn Ernährungssicherung und Nahrungsmittelknappheit ist eine Frage der zunehmenden Bevölkerung, der Flächenknappheit und der klimatischen Bedingungen.







