25.03.2011
Tierschutz braucht Fachlichkeit statt Aktionismus
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BERLIN. Anlässlich der Beratung mehrerer Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grüne und der Fraktion der SPD zu Tierschutzthemen im Plenum des Deutschen Bundestages erklärt der Sprecher für Tierschutz der FDP-Fraktion Hans-Michael GOLDMANN:Die von den Grünen und der SPD eingebrachten Anträge sind entweder realitätsfern oder sie greifen Themen auf, an denen die christlich-liberale Koalition bereits intensiv arbeitet. Oder auch Beides, wie beispielsweise der Antrag „Intensive Nutztierproduktion überprüfen“. Erstens malen uns da die Grünen ein Bild der intensiven Nutztierhaltung vor, das mit unserer modernen Landwirtschaft kaum was zu tun hat. Pauschal zu behaupten, die intensive Haltungsform sei nicht tierschutzgerecht, ist Humbug. Zweitens weist die Gegenpartei in ihrem Antrag darauf hin, dass die Bundesregierung bereits Initiativen zur Verbesserung des Tierschutzes ergriffen habe. Zumindest diese Aussage stimmt. Wir sind gut dabei, ein Tierschutzpaket mit wesentlichen Verbesserungen für die Tiere zu schnüren. Im Rahmen dieses Projekts stellen wir uns vielen Herausforderungen, die mit den Fragen der Tierhaltung verbunden sind. Themen wie Schwänze kupieren bei Ferkeln, Putenmast, Schnabelkupieren bei Hennen, Qualzucht stehen auf der Agenda. Wir erarbeiten Mindestanforderungen an die gewerbliche Haltung von Kaninchen, überarbeiten das Säugetiergutachten, setzen die europäische Versuchstierrichtlinie in nationales Gesetz um.
Wir packen also auf einer großen Baustelle an, die schon über ein tragfähiges Gerüst verfügt. Das alles tun wir – im Gegensatz zu den Oppositionsfraktionen – auf fachlicher Basis und unter Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte. Und so muss es sein: Im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher, im Sinne der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft sowie im Sinne der Tiere.







