Michael Goldmann

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Dienstag, 22. Mai 2012

23.03.2011

Totalverbot fachlich unbegründet und nicht hilfreich

zum Herunterladen: PM110323_Wildtiere_Zirkus.pdf (19,33 KB)

BERLIN. Anlässlich der Beratung über den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „Haltung von Wildtieren im Zirkus verbieten“ im Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erklärt der tierschutzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Hans-Michael GOLDMANN:

Der Antrag der Grünen war nicht abstimmungsfähig, da man über ein Totalverbot der Haltung von Wildtieren in Zirkusbetrieben niemandem gerecht werden kann. Bei dem Thema wollen und werden wir weiterkommen. Der auf meine Anregung unternommene Versuch, eine gemeinsame Lösung zu finden, ist gescheitert, weil sich die großen Oppositions- und die Koalitionsfraktion aufeinander nicht zubewegt hatten. Ich werde mich persönlich aber weiterhin dafür einsetzen, zu einem differenzierenden Teilverbot zu kommen.

Eine vernünftige Lösung erfordert aber eine fachliche Grundlage. Zunächst muss endlich das im Jahr 2008 eingeführte Zirkusregister durch die Länder konsequent und vollständig geführt werden. Wir müssen doch genau wissen, wie die Situation in Zahlen und Fakten aussieht. Wie viele Zirkusse haben wir denn in Deutschland? Welche und wie viele Tiere werden mitgeführt? Um diese Fragen beantworten zu können, müssen wir die Erfahrungen aus dem Register sammeln und auswerten.

Bis dann bleiben wir aber nicht untätig. Bessere Tierschutzanforderungen werden in die sogenannten Zirkusleitlinien, die derzeit überarbeitet werden, einfließen. Sie werden sich nach den aktuellsten Erkenntnissen aus der Wissenschaft orientieren.

Verantwortung für die Tiere zu übernehmen, heißt fachlich fundiert und nicht übereilig zu handeln.


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