02.09.2010
Bundeswehreinsatz gegen Wildschweine ist völliger Unsinn
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Anlässlich des Vorschlages des Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd (BWV), Norbert Schindler, der den Einsatz der Bundeswehr gegen Wildschweine fordert, erklärt der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hans-Michael Goldmann:Für die FDP lehne ich den Vorschlag des Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, Wildschweine durch die Bundeswehr zu bejagen, strikt ab. Dieser Vorschlag ist fachlich völliger Unsinn und verfassungsrechtlich mehr als fragwürdig. Die Bundeswehr hat weder die Ausbildung noch die Munition, Wildschweine zu jagen. Vollmantelgeschosse der Bundeswehr sind ungeeignet für die Jagd auf Wildschweine. Denn sie sind darauf ausgelegt, zu verletzen und nicht zu töten. Eine derartige Bekämpfung von Schwarzwild ist damit tierschutzpolitisch inakzeptabel.
Richtig und notwendig bleibt eine Bejagung von Wildschweinen in Regionen mit zu hohem Besatz, um Wildschäden und Schweinepest-Risiken zu bekämpfen. Richtig ist auch, dass die regional teilweise sehr hohen Besatzdichten endlich entschlossen verringert werden müssen. Neue Bekämpfungsmaßnahmen müssen erprobt werden. Dazu gehört die Anlage von Schneisen in Maisfeldern, in denen Roggen oder Weizen eingesät und im Sommer geerntet werden kann. Danach ist die Bejagung sehr viel besser möglich.
Schließlich schadet eine derart populistische Forderung der Zusammenarbeit von Jägern, Landwirten und Tierschützern. Nur wenn diese Gruppen verstärkt zusammenarbeiten, sind die Wildschäden auf den Feldern in den Griff zu bekommen. Die Bekämpfung von Wildschweinen durch die Bundeswehr ist völliger Unsinn und schadet den gemeinsamen Bemühungen von Jägern, Landwirten und Tierschützern.







