17.06.2010
Entwicklungszusammenarbeit und Agrarpolitik aus einem Guss
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Zu der gestrigen gemeinsamen Sitzung der Entwicklungshilfepolitiker und Agrarpolitiker der Koalition auf Einladung der beiden Minister Niebel und Aigner erklärt der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hans-Michael Goldmann:Endlich wurde die kritische Konkurrenz zwischen den Entwicklungshilfepolitikern und den Agrarpolitikern, die ja auch für das Thema Welternährung zuständig sind, beendet.
Nachdem sich die beiden Minister Aigner und Niebel bereits darauf verständigt haben, gemeinsam in Brüssel für die Abschaffung der Agrar-Exportsubventionen einzutreten, konnte nun auch Einigkeit darüber erzielt werden, dass ein Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit die Entwicklung ländlicher Räume sein muss.
Nur wenn die kleinbäuerliche Landwirtschaft in den Problemgebieten dieser Welt in die Lage versetzt wird, eine Entwicklung vor Ort in Gang zu setzen, kann die Welternährung sichergestellt werden. Es ist auch das richtige Signal, dass trotz der schwierigen Haushaltslage das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit den Betrag für die Förderung der ländlichen Entwicklung von 500 Mio. € auf 700 Mio. € erhöhen wird.
Während in der Vergangenheit Landwirtschaftspolitiker und Entwicklungshilfepolitiker häufig in feindlichen Lagern zu stehen schienen, hat nun eine Ära der Zusammenarbeit begonnen. Deshalb ist es auch von so großer Bedeutung, dass es erstmals ein Gespräch zwischen dem Bauernverband und Minister Niebel gegeben hat. Wir brauchen mehr Know-How-Transfer und diesen können wir nur realisieren, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Landwirtschaft hat mit ihren umfassenden Reformen der europäischen Agrarpolitik in den letzten Jahren bereits einen großen Beitrag geleistet, die Chancen der Landwirtschaft in den Entwicklungsländern zu erhöhen. Auch die nächste GAP-Reform wird hierzu einen Beitrag leisten, insbesondere wenn die Exportsubventionen zur Gänze abgeschafft werden.
Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird seine diesjährige Auslandsreise nach Afrika durchführen, um sich weitere Impulse zu einer Verbesserung der Welternährung geben zu lassen.
Der Dialog zwischen den Politikern beider Seiten muss auch künftig intensiv fortgesetzt werden.





