Michael Goldmann

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Freitag, 18. Mai 2012

Im Dezember 15 Prozent weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

Anlässlich unseres Quartalsgespräches zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen besuchte ich in dieser Woche die Chefin der Agentur für Arbeit in Leer, Christiane Fern.



"Am Ende des Jahres 2011 hatten wir 1.391 weniger Arbeitslose im Agenturbezirk, also ein Minus von 15,3% zum Vorjahr", berichtete die Agenturchefin und blickt zuversichtlich auf die Entwicklung für das Jahr 2012. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,5% steht der Geschäftsstellenbezirk Sögel quasi vor der Vollbeschäftigung, während die Arbeitslosenquote in Papenburg aktuell bei 4,7%, die in Leer bei 6,6% liegt. Eine glänzende Bilanz zeigt der Ausbildungsmarkt für die jungen Menschen in der Region. Von den 3.437 Bewerbern konnten 3.423 die gewünschte Ausbildung aufnehmen. Gleichstark stellt sich der Arbeitsmarkt insgesamt dar. Interessante freie Stellen warten auf qualifizierte ArbeitnehmerInnen.

Sorge bereitet nach wie vor die Situation der geringfügig Beschäftigten. Das ist die große Kraftanstrengung für den Arbeitsmarkt, in der die Politik besonders gefordert ist, zumal diese Beschäftigungsverhältnisse zu keiner auskömmlichen Rente führen. Wir brauchen nach wie vor mehr Krippen- und Kindertagesstättenplätze, deren Öffnungszeiten der angespannten Arbeitssituation von Frauen Rechnung tragen. Hier sind alle gefordert, selbst unverschuldeter Altersarmut energisch entgegenzutreten. Mir ist es wichtig, dass bei allen Betriebs- und Gemeindebesuchen, die für mich in nächster Zeit anstehen, das Thema Beschäftigungssituationen von Frauen Kernthema sein wird.
Eine beeindruckende Bilanz konnte die Agentur-Chefin Frau Fern in ihrem  Netzwerk für Arbeitsmarktchancen aufweisen, indem gerade der Übergang von der Schule zum Beruf und eine bessere Beschäftigungsquote für Frauen im Zentrum der Überlegungen stehen. Wir waren uns im Gespräch darüber einig, dass der Netzwerkidee unter Einbindung von Handwerk, Mittelstand, Industrie, aber auch der Vernetzung mit dem Dienstleistungssektor oder niederländischen Partnern äußerste Bedeutung zukommt. Frau Fern und ich  wollen die Netzwerkidee durch ständige Kontakte in der Zukunft vertiefen.

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