Seehafen Leer stärken, Emskanal ist keine Lösung
Die Perspektiven und Chancen für den Hafen in Leer waren Thema der 8.Aktuellen Stunde, zu der unsere FDP Ortsvorsitzende Birgit Baasner und ich in dieser Woche ins Wahlkreisbüro eingeladen hatten. Es referierte Werner Schröter, der sich seit Gründung der Hafenwirtschaftsvereinigung e.V. im Herbst 2008 als Vorsitzender für die wirtschaftlichen Interessen der Hafenanlieger und der Stadt Leer einsetzt. "Wir haben nach wie vor große Probleme mit der Verschlickung und dem fehlenden Tiefgang vor den Lade- und Löschstellen, weshalb viele Schiffe den Hafen Leer gar nicht mehr oder nicht voll beladen anlaufen, was Tonnage- und Frachtverlust bedeutet", so Schröter, "die Hafenwirtschaftsvereinigung will nun alle Kräfte bündeln, um den Umschlag mittelfristig wieder anzukurbeln", fasste Schröter die Ziele der Vereinigung zusammen. Werner Schröter und ich sind einer Meinung, dass der Bau eines Emskanals die Schlickprobleme des Seehafens Leer nicht ansatzweise lösen würde.
Unsere vorrangige Aufgabe besteht darin, ökonomische Chancen und ökologische Herausforderungen ins Gleichgewicht zu bringen.
Das ganzheitliche Schlickmanagement für die Ems bleibt unsere zentrale Herausforderung, um den Leeraner Hafen wirtschaftlich zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Kurzfristige Lösungen zur Ertüchtigung des Hafens fordern auch die FDP Stadtratsmitglieder Sandra Bockhöfer und Carl Friedrich Brüggemann. "Weniger Schlick schafft mehr Produktion und Handel, verursacht weniger Baggerkosten und entlastet den städtischen Haushaltes zu Gunsten von Bildungs- und Integrationsaufgaben", führte die Fraktionsvorsitzende Bockhöfer aus.
Kernelemente zur langfristigen Schlickbekämpfung sind für uns Liberale der Einbau einer Schleuse sowie die Schaffung von Sohlschwellen vor dem Sperrwerk Gandersum und eine sogenannte Schlickfalle bei Emden.
Gemeinsam werden wir mit Herrn Schröter nun auf die Ergebnisse einer entsprechenden Konzeptstudie der Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Aurich drängen.




