Michael Goldmann -

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Sonntag, 5. September 2010

Podiumsdiskussion Imamausbildung in Deutschland

Im Februar 2010 nahm ich an einer spannenden Podiumsdiskussion in Osnabrück teil, zum Stand der Imamausbildung.
Vorgesehen ist, ab Herbst 2010 an der Universität Osnabrück eine berufsbegleitende Weiterbildung für Imame anzubieten, die drei Schwerpunkte umfasst. Zunächst geht es um ausreichende Deutschkenntnisse, damit die Imame sich ohne Schwierigkeiten verständigen und auch theologische Inhalte in Deutsch wiedergeben können. Auch vermittelt die einjährige Fortbildung Informationen über Geschichte, Politik, Recht und Gesellschaft. Gerade die dritte Generation muslimischer Migranten wünscht sich Hilfe von Imamen bei der Lösung von Alltagsproblemen. In einem dritten Schwerpunkt werden pädagogische Kenntnisse für die Gemeindearbeit und den interreligiösen Dialog vermittelt. An der Ausarbeitung des Fortbildungsprogramms unter Federführung des Innenministeriums sind das Kultus- und das Wissenschaftsministerium, das Bundesamt für Migrations und Flüchtlinge (BAMF), die Universität Osnabrück sowie weitere Wissenschaftler beteiligt. Auch mit den islamischen Verbänden wird ein intensiver Dialog geführt.

Ich habe die grundsätzliche Position der FDP zum Ausdruck gebracht, dass es nicht nur aus Paritätsgründen (Gleichberechtigung des Islam), sondern auch aus integrationspolitischen Erwägungen die Ausbildung von Imamen hierzulande wichtig ist. Die islamische Religionspädagogik als Fach und Studiengang muss gestärkt werden. Das kann die deutsche Hochschullandschaft nur bereichern und den Islam von der Abhängigkeit von im Ausland oder nicht ausreichend wissenschaftlich ausgebildeten Imamen befreien. Ein intensiveres Engagement des Staates in dieser Angelegenheit ist deshalb im Sinne der FDP-Bundestagsfraktion.


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