Energiesymposium des FDP KV Celle
Offshore-Energie - Weg mit den Subventionen für Photovoltaik!
Am Freitag, 31. November 2008 diskutierte ich auf Einladung des FDP-Kreisvorsitzenden von Celle, Ralf Überheim, in Nienhagen mit Prof. Dr. Glockenbach von der Leibnitz Universität Hannover, Dietrich Salzwedel, Energieexperte, und Rainer Fabel, Landwirtschaftsexperte zum Thema Energie, Wirtschaft und Klima bis in den späten Abend mit 30 Gästen im Hagensaal Nienhagen.
Einigkeit herrschte darin, dass fossile Energieträger so schnell wie möglich durch andere Energieformen ersetzt werden müssen. Erdöl wird zur z. B. zur Herstellung hochwertiger Kunststoffe gebraucht. ?Erdöl ist viel zu wertvoll, als dass wir es in Motoren, Ölheizungen oder in Kraftwerken verbrennen?, so Prof. Dr. Gockenbach.
Die globale Energienachfrage wird um mehr als 50% steigen. 75 % dieses Anstiegs kommen aus den Entwicklungsländern. Selbst bei großen Wachstumsraten werden Wind- und Solarenergie weltweit weniger als 1% des Energiebedarfs decken.
Mehr als 60% der Bedarfsdeckung wird aus Öl und Gas kommen.
Die derzeitige Klimadiskussion in Deutschland versperrt den Blick auf das eigentliche
Problem:
Wie sichern wir unsere Energieversorgung und damit die Existenz von 82 Mio. Menschen?
?Ohne Kernenergie ist unsere Energieversorgung noch nicht gesichert?, so Prof. Dr. Gockenbach. Dietrich Salzwedel wies darauf hin, dass die Sonne der wichtigste Energiespender ist und die Forschung- und Entwicklung neuer Energiegewinnungsformen in diese Richtung gehen muss!
Ich stellte dagegen die Subventionspolitik, insbesondere für Photovoltaikanlagen an den Pranger! Hier werden Milliarden Subventionen in eine in Deutschland äußerst inneffiziente Technologie investiert. Nur ca. 5% Stromeinspeisung der Photovoltaikeinspeisungen am Gesamtmarkt der Erneuerbaren Energien werden mit 22% der Gesamtsubventionen für den gesamten Energiemarkt unterstützt. Das ist ein krasses Missverhältnis und gehört abgeschafft. Eine intelligente Energiepolitik lenkt so, dass die Erneuerbaren Energien dort eingesetzt werden, wo sie sinnvoll sind. So die Photovoltaiktechnologie im Mittelmeerraum.

links Kreisvorsitzender R. Überheim
Off-Shore Anlagen schaffen dagegen eine gleichmäßigere Windenergiegewinnung und verschandeln unsere Landschaft nicht.
In der Diskussion mit den Gästen zeigte sich, dass Investitionsplanungen in Photovoltaikanlagen vorliegen. Herr Fabel wies darauf hin, dass die unterschiedlichen Förderhöhen aus dem EEG dazu geführt hätten, dass er zeitweise weniger Geld für seinen erzeugten Strom in seiner Biogasanlage von den Netzbetreibern erhielt, als diese Kosten verursachte. Daraufhin legte er die Anlage eine zeitlang still. Einig waren sich alle Experten, dass die Forschung und Entwicklung zur Energiegewinnung aus nicht fossilen Energieträgern auch mit staatlichen Subventionen weiter aufrechterhalten und wo immer möglich forciert werden muss.
Dauersubventionen ohne wirtschaftlichen und ökologischen Erfolg sind aber zu vermeiden, so dass Fazit des Abends.




