Michael Goldmann -

zurück | Startseite | Seite weiterempfehlen | Druckversion | 
Sonntag, 5. September 2010

„Landwirte sollen freie Hand behalten“, Bunde im Oktober 2008

 

Landwirte sollen freie Hand behalten
Ökologie

 

Verhandlungen über Landschaftsschutz im Rheiderland gehen in die entscheidende Phase

Bunde. Die Gebiete im Rheiderland, die unter die EU- Vogelschutz- Richtlinie fallen, sollen künftig als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen werden. Wie das im Einzelnen aussehen soll, was wie geregelt werden soll, darüber muss der Kreistag entscheiden.

Das war das vorrangige Thema, das Gerald Sap, Bürgermeister der Gemeinde Bunde, gestern bei einem Informationsbesuch des FDP-Bundestagsabgeordneten Michael Goldmann aus Aschendorf ansprach. Die Verhandlungen darüber, wie die entsprechenden Verordnungen aussehen sollen, befänden sich zurzeit im entscheidenden Stadium, sagte Sap. Aus der Sicht der betroffenen Landwirte und der Gemeinden gehe es darum, dass sie in entscheidenden Punkten freie Hand behielten und nicht von einem "Erlaubnis- Vorbehalt" des Landkreises abhingen, sagte Sap. Das betreffe beispielsweise den Bau eines neuen Stallgebäudes, das Verlegen einer Leitung oder das Umbrechen von Grünland, etwa um zeitweise Mais anzubauen. Müssten die Betroffenen für derartige Aktivitäten erst noch einen Antrag stellen, entstünden vermeidbare Kosten, und es drohten langwierige Genehmigungsverfahren. "Diese Dinge müssen so einfach geregelt werden, wie es irgend geht", forderte Sap und setzte hinzu: "Wir müssen damit leben können." Das gelte beispielsweise auch für die Vergrämung von Gänsen. Bei Landwirten, die sich nach dem "Vertrags- Naturschutz" bereiterklärt haben, bestimmte Arbeiten zu unterlassen, um die Tiere nicht zu stören, sei die Sache klar. Das Problem: Einige Landwirte, so Sap, könnten die Verträge gar nicht abschließen, weil die über fünf Jahre liefen, ihre Pachtverträge aber nur über drei. Grundsätzlich müsse der Vertrags- Naturschutz fortgesetzt werden. "Einbußen müssen ausgeglichen werden", forderte der Bunder Bürgermeister, zumal die Zahl der Gänse im Rheiderland, die im Rheiderland überwintern, von Jahr zu Jahr steige. "Wir müssen dafür sorgen, dass auch künftig eine effiziente Landwirtschaft möglich ist", stimmte Goldmann zu. Die ausreichende Ernährung der Weltbevölkerung sei schon heute ein Problem. "Allein mit Naturschutz geht es nicht", so der FDP- Bundestagsabgeordnete.

« vorherige Seite | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | nächste Seite »

 zurück | Startseite | Seite weiterempfehlen | Druckversion | zum Seitenanfang