Besuch in Bunde im Oktober 2008: Landschaftsschutz im Rheiderland
Damit ich weiß, wo Sie vor Ort der Schuh drückt, bemühe ich, mich so viel wie möglich in Gesprächen mit kommunalen Vertretern und Verbänden zu sprechen oder mir bei Betriebsbesichtigungen einen Eindruck von aktuellen Problemen zu besorgen.
Treffen mit dem Bundesverband Lohnunternehmen in Spahnharrenstätte
Minister Bode informiert sich in der Meyer Werft Papenburg
Minister Bode besucht Firma Jansen Maritim in Aschendorf
''Kommen an Leer nicht vorbei'' Minister Bode in Leer
Besuch Verbund Ausbildung Ostfriesland (VAO) e.V.
Besuch des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst ''Ostfriesland''
SIAG Besuch wegen Zukunft Nordeseewerke Emden
Besuch der EWE und Wingas in Jemgum
Besuch des Gründerzentrums Irrhove
Besuch ''Haus Wo(h)ltat'' in Ihrhove
Informationsbesuch bei Bohlen & Doyen in Wiesmoor
Besuch der Gemeinde Esterwegen am 03.04.2009
Besorgte Borkumer Bürger (BBB) brauchen Unterstützung
Besuch der Firma Janssen und Feyen in Wiesmoor
Sicherheitspolitischer Tag MdB Elke Hoff in Leer im Januar 2009
Besuch in Bunde Oktober 2008: Verhandlungen über Landschaftsschutz im Rheiderland
Gespräch mit dem Kirchenkreis Rhauderfehn im November 2008 zum Thema Spätabtreibungen
Landwirte sollen freie Hand behalten
Verhandlungen über Landschaftsschutz im Rheiderland gehen in die entscheidende Phase
Bunde. Die Gebiete im Rheiderland, die unter die EU- Vogelschutz- Richtlinie fallen, sollen künftig als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen werden. Wie das im Einzelnen aussehen soll, was wie geregelt werden soll, darüber muss der Kreistag entscheiden.
Das war das vorrangige Thema, das Gerald Sap, Bürgermeister der Gemeinde Bunde, gestern bei meinem Informationsbesuch ansprach. Die Verhandlungen darüber, wie die entsprechenden Verordnungen aussehen sollen, befänden sich zurzeit im entscheidenden Stadium, sagte Sap. Aus der Sicht der betroffenen Landwirte und der Gemeinden gehe es darum, dass sie in entscheidenden Punkten freie Hand behielten und nicht von einem "Erlaubnis- Vorbehalt" des Landkreises abhingen, sagte Sap. Das betreffe beispielsweise den Bau eines neuen Stallgebäudes, das Verlegen einer Leitung oder das Umbrechen von Grünland, etwa um zeitweise Mais anzubauen. Müssten die Betroffenen für derartige Aktivitäten erst noch einen Antrag stellen, entstünden vermeidbare Kosten, und es drohten langwierige Genehmigungsverfahren. "Diese Dinge müssen so einfach geregelt werden, wie es irgend geht", forderte Sap und setzte hinzu: "Wir müssen damit leben können." Das gelte beispielsweise auch für die Vergrämung von Gänsen. Bei Landwirten, die sich nach dem "Vertrags- Naturschutz" bereiterklärt haben, bestimmte Arbeiten zu unterlassen, um die Tiere nicht zu stören, sei die Sache klar. Das Problem: Einige Landwirte, so Sap, könnten die Verträge gar nicht abschließen, weil die über fünf Jahre liefen, ihre Pachtverträge aber nur über drei. Grundsätzlich müsse der Vertrags- Naturschutz fortgesetzt werden. "Einbußen müssen ausgeglichen werden", forderte der Bunder Bürgermeister, zumal die Zahl der Gänse im Rheiderland, die im Rheiderland überwintern, von Jahr zu Jahr steige.
Ich stimme dem Bürgermeister zu. Wir müssen dafür sorgen, dass auch künftig eine effiziente Landwirtschaft möglich ist. Die ausreichende Ernährung der Weltbevölkerung ist schon heute ein Problem. Allein mit Naturschutz geht es nicht.



