Mein Rundgang auf der Grünen Woche
Meinen Rundgang auf der Grünen Woche 2012 habe ich bei der Plattform für Ernährung und Bewegung (peb) begonnen. Hier traf ich auf Peb und Pebber. Die beiden TV-Helden wissen viel Lustiges und Lehrreiches über einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung. Zusammen mit Carola Stauche (CDU), die Mitglied in meinem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist, Peb und Pebber und Kindern der Grünen Woche haben wir mit einem lustigen Bewegungsspiel etwas für unsere tägliche körperliche Aktivität getan. Frau Dr. Andrea Lambeck, Geschäftsführerin von Peb; erläuterte mir in einem anschließenden Gespräch, dass die Voraussetzungen für Über- oder Untergewicht bei Kindern und Erwachsenen nicht nur genetisch bedingt sind, sondern der Grundstein mit dem Ernährungsverhalten der werdenden Mutter gelegt wird. So hat die frühkindliche Prägung einen ebenso bedeutenden Einfluss auf das Wachstum und die Gewichtsentwicklung des Kindes bis ins Erwachsenenalter, wie die genetische Disposition.Der Besuch beim Deutschen Jagdschutzverband (DJV) stand unter dem Thema bleihaltige Munition bei der Jagd. Nach der aktuellen Bewertung des Bundesinstitutes für Risikobewertung verzehren Verbraucher durchschnittlich circa 1-2 Mahlzeiten pro Jahr. Diese geringfügige Bleiaufnahme über Wildfleisch ist toxikologisch unbedeutend. Eine Maßnahme zur Entfernung von Bleiresten stellt das großzügige Entfernen des Fleisches um den Schusskanal dar, dieses wird den Jägern schon in ihrer Ausbildung vermittelt. Für Kinder und Schwangere wird empfohlen auf den Verzehr von Wildfleisch zu verzichten, wenn dieses mit Bleimunition geschossen wurden. Die Jäger machten klar, dass sie auf bleifreie oder andere Geschosse umsatteln würden, wenn die Alternativen mindestens genauso wirkungsvoll und tierschonend wären.
Im Anschluss besuchte ich den Stand der Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzucht- und Besamungsorganisationen e. V. Im Gespräch mit Vertretern der Rinderzüchter wurde insbesondere das Thema Tierschutz thematisiert. Die Züchter machten deutlich, dass die Lebensleistung bei Milchkühen im eigenen Interesse sehr wichtig sei und deswegen die Milchleistung als Zuchtziel lediglich 50 Prozent der Züchtung ausmache. Angesprochen wurde auch die neue Vorgabe im „Handbuch Tiertransporte“, den beförderten Tieren müssten 20 cm Freiraum über dem Kopf zur Verfügung stehen. Damit diese Vorgabe bei Beförderung von Großvieh erfüllt ist, könnten Doppelstocktransporte nicht mehr durchgeführt werden, weil derartige Fahrzeuge die maximale zugelassene Fahrzeughöhe überschreiten würden. Die Arbeitsgemeinschaft sehe diese Vorgabe aus Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsgründen kritisch und befürworte die Einführung einer Ausnahmegenehmigung für Tiertransporter in Höhe von 4,20 m. Diesbezüglich werde ich mich an das Verkehrsministerium wenden und nachhaken, ob eine Ausnahmegenehmigung machbar wäre.
Zu guter Letzt habe ich die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) besucht. Zusammen mit der Evangelischen Landjugend haben sie einige interessante Ansätze, das Thema der Lebensmittelverschwendung zu beleuchten. So sollte ich von meiner Erfahrung berichten, wie es ist, noch genießbare Lebensmittel wegzuwerfen, natürlich wurden zu Anschauungszwecken unechte Lebensmittel verwendet. Ich muss dazu sagen, unter Beobachtung ist es um Einiges unangenehmer, wertvolle Lebensmittel wegzuwerfen, als wenn man es zu Hause in seinem Kämmerlein macht. Über die Resteverwertung und den Umgang mit Lebensmitteln haben wir uns ausführlich unterhalten. Dabei habe ich erfahren, dass die Landjugendbewegung aus übriggebliebenem Obst und Gemüse der Stände gemeinsam mit und für die Gäste der Grünen Woche Marmelade herstellt. Dies geschieht unter dem Motto: „Marmelade für Alle!“. Eine sehr schöne Idee, die zeigt, dass es viele Möglichkeiten gibt, Lebensmittel weiterzuverarbeiten.





